TRIX 75 Jubiläum Aufbautag 18.03.2010

Bericht Dieter Weißbach, Bilder Guido Boragk, Dr. Florian Sachs und Dieter Weißbach


Die Jubiläumsausstellung 75 Jahre TRIX EXPRESS fand im zweiten Lokschuppen der Eisenbahnabteilung des Deutschen Technikmuseums statt. Im Freigelände des Museums konnten noch zahlreiche Bestandteile des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Anhalter Bahnhof erhalten werden, wie z.B. dieser alte Bekohlungskran. Erstaunlich, dass dieser relativ einfache Kran in den 1920er oder 1930er Jahren nicht durch eine modernere und leistungsfähigere Bekohlungsanlage ersetzt wurde. Dies bedeutete harte Knochenarbeit für die Bw-Arbeiter, die die großen Tender der schweren Einheitslokomotiven mit bis zu 10 to Kohle zu füllen hatten.


Um 13:00 Uhr fuhr ein LKW mit rd. 50 Tischen und anderen sperrigen und schweren Dingen auf das Gelände des Deutschen Technikmuseums. Im zweiten Lokschuppen waren zwischen der Dampflok der BR 52 und der Diesellok V200 fünf Lokschuppenstände freigeräumt. Die fleißigen Helfer packten zu und bald waren die Tische aufgebaut. Dann folgte eine Kette mit Pkw und Lieferwagen der z.T. weitgereisten Aussteller, die die historischen Modellbahnanlagen ins Museum brachten. Die Anlagen wurden als Rundgang der Modellbahngeschichte in 20 Stationen aufgebaut.


Kaum steht die Anlage, werden die ersten Bilder gemacht.


Als erstes Beispiel wird die Anlage der Station 6 (TRIX EXPRESS 1937) kurz beschrieben. Guido Boragk stellte seine neue TRIX EXPRESS Großanlage erstmalig vor. Es ist eine Bakelitgleisanlage mit Wechselstrombetrieb, die der TRIX EXPRESS Werksanlage von 1937 nachempfunden ist. Bilder der Anlage sind u.a. in den TRIX EXPRESS-Katalogen 1937 und 1939/40 zu finden. Der äußere Streckenkreis ist als verschlungene Acht ausgebildet und wird über Rampen zu einer Überführung geführt. Die Überwindung der Steigung ist eine beachtliche Leistung für die Lokomotiven der damaligen Zeit. Im Innenbereich der Anlage existiert ein weiteres Gleisoval.


Ein beeindruckendes Bauwerk auf dieser Anlage ist der große Hallenbahnhof TRIXBURG. Der Bahnhof wurde aus Holz gefertigt und erhielt ein Empfangsgebäude, das wahlweise an die Seite (Durchgangsbahnhof) oder an die Stirnfront (Kopfbahnhof) gesetzt werden konnte.


Punkt 17:30 Uhr waren die Anlagen aufgebaut und die Aussteller und Helfer verließen hungrig und durstig das Museum. Über die Kanalbrücke (heute „Anhalter Steg“, in der Trasse der alten Ferngleise der Anhalter Bahn) und das Gelände des ehemaligen Anhalter Fernbahnhofs ging es zum Askanischen Platz.


Die Fernbahnhalle des Anhalter Bahnhofs wurde 1952 außer Betrieb gesetzt und 1959 gesprengt. Die Natur eroberte sich in den letzten 50 Jahren das ehemalige Bahngelände zurück. In den letzten zwei Jahren wurde hier eine Grünanlage gestaltet, bei der Reste der alten Bahnsteige wieder aufgebaut und die Spontanvegatationen soweit möglich erhalten wurden. Mehr zu diesem historischen Ort gibt es im Wikipedia-Artikel zum Anhalter Bahnhof.


Am Abend saßen die TRIX EXPRESS-Freunde aus dem In- und Ausland im Café Stresemann gegenüber den Resten der Eingangshalle des Anhalter Bahnhofs und ließen den Abend gemütlich ausklingen.



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