1880 – Beginn des Lebensweges von Stephan Bing


Stephan Bing wurde am 28. November 1880 als Sohn von Ignaz Bing und Ida Bing, geborene Ottenstein geboren. Er erhielt eine Kaufmannsausbildung und übernahm Aufgaben in der vom Vater aufgebauten „Gebrüder Bing Werke A.G.“, die seit 1895 unter der Firmierung „Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik, vorm. Gebrüder Bing, Aktiengesellschaft in Nürnberg“ eingetragen ist.

Die Bing-Werke produzierten vor allem Haushaltswaren, erweiterten ihre Angebote aber auch auf Spielwaren und Eisenbahnen. In diesem Zusammenhang ist die Zusammenarbeit mit Georges Carette zu nennen, der im Auftrag von Ignaz Bing eine Spielwarenfabrik in der Nürnberger Kobergerstraße leitete.

Im Februar 1905 wurde Stephan Bing Gesamtprokura erteilt, im Oktober 1906 wurde er kurz vor seinem 26. Geburtstag als weiteres Vorstandsmitglied der Bing Werke AG bestellt.

Nach dem Tod des Vaters Ignaz Bing am 24. März 1918 wurde das Unternehmen von den beiden Vorstands­mitglieder Heinrich Hirschmann und Stephan Bing gemeinsam geleitet. Ab Dezember 1918 ist Stephan Bing Generaldirektor der Bing Werke AG. Nach Ende des Ersten Weltkrieges mussten die Bing-Werke die Absatzmärkte im Ausland wieder aufbauen. Zu diesem Zweck wurde bereits 1917 die Concentra – „Continentale Vertriebs Centrale AG“ gegründet.


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Stephan Bing war mit dem britischen Modellbahnpionier Wenman Joseph Basset-Lowke befreundet, welcher die Entwicklung einer Tischbahn vorschlug. Im Jahr 1922 wurde die Bing Tischbahn zunächst als Uhrwerksbahn vorgestellt, zwei Jahre später folgen Lokomotiven mit elektrischem Antrieb. Die Bing Tischbahn wird vor allem in den Farben britischer Bahn­gesellschaften produziert (zunächst MR und LNWR, ab 1924 LNER, LMS und GWR). Zusätzlich gibt es die sogenannten „Continental Locos“ in schwarz mit roten Zierlinien, die unter anderem für den deutschen und den US-amerikanischen Markt gedacht waren.


Stephan Bing, dem inzwischen der Titel Kommerzienrat verliehen wurde, legte im September 1927 seinen Vorstandposten nieder und verließ die Bing Werke AG.




An dieser Stelle sei erneut Bernhard Schwarz für seine detaillierten Aufstellungen der Unternehmens­entwicklungen gedankt, die auf seiner Internetseite www.zinnfiguren-bleifiguren.com dokumentiert sind.



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